Ursachen Für Haarausfall und Haarverlustes Bei Frauen

Ursachen Für Haarausfall und Haarverlustes Bei Frauen

Gesellschaftlich betrachtet, werden Haare bei Frauen als Schönheits- und Attraktivitätssymbol betrachtet. Ein Haarverlust bzw. Haarausfall werden von Frauen in direkten Zusammenhang mit Verlust Ihrer Schönheit bzw. Attraktivität gebracht. Während bei Männern Haarausfall bis zu einem bestimmten Grad etwas lockerer aufgenommen wird, ist es für Frauen nicht einfach einen Verslut Ihrer Haare zu akzeptieren, und kann auch teilweise zu ernsten psychischen Leiden führen. Es gibt in der Regel 2 Gründe für den Haarausfall bei Frauen: 1.Androgenic Alopecia (androgenische Alopezia – genetisch bedingter Haarausfall) 2.Telogen Effluvium (vorübergehender Haarausfall)

Auf Androgenic Alopecia trifft man eher im späteren Alter und steht im engen Zusammenhang mit erbbedingten Faktoren und das Testosteronhormon. Während nicht-genetische Faktoren einen vorübergehenden Haarausfall verursachen, ist der Haarausfall, deren Gründe genetisch bedingter Natur sind in der Regel anhaltend.

Auf unserer Kopfhaut bedinfen sind ca. 100.000 Haare. Täglich verlieren wir zwischen 50 – 100 Haare, dies wird als normal angesehen. Sollte sich die Anzahl der ausfallenden Haare auf mehr als täglich 125 Stück belaufen, so spricht man von einem Haarausfall bzw. Haarverlust. Ein Haar begibt sich nach einer Entwicklungsphase von 2 – 6 Jahren in eine Ruhephase und fällt nach einer bestimmten Zeit aus. Nach diesem Ausfall entwickelt sich in der Haarwurzel innerhalb von 6 Monaten ein neues Haar. Somit verliert man einerseits Haare, es entwickeln sich aber wieder innerhalb der angegebenen Periode neue Haare. Somit ersetzten die Haare die verlorenen Haare und der Verlust wird auf diese Weise ausgeglichen. Sollten aufgrund genetisch bedingter Ursachen nicht mehr genügeng Neuhaarbildungen der Fall sein, so vermindert sich die Anzahl der Haare und mit der Zeit bemerkt man eine Verminderung an der Gesamtanzahl der Haare.

Genetisch bedingter Haarausfall bei Frauen

Ein genetisch bedingter Haarausfall bei Frauen bezeichnet man als Androgenic Alopecia. Dieses macht sich in der Regel durch dünnerwerdende Haare bemerkbar. Bei einer Vielzahl der Betroffenen trifft mann auf Minderung der Haare, ein gesamter Ausfall der Haare ist sehr selten. Dieser Zustand wird als Haarausfall – Frauentyp – bezeichnet und anders als bei Männern werden hier Ausfälle auf der oberen Kopfpartie und Umgebung beobachtet. Bei Frauen trifft mann auf keinen Haarausfall an Stirn und Schläfen, wie bei Männern.

Bei Personen mit der Neigung zu Haarausfall spielen androgene Hormone wie das Testosteron, Androstenedion und Dihydrotestosteron (DHT) eine bedeutende Rolle. Bei den besagten Hormonen handelt es sich um männliche Hormone, wobei diese bei Männern in viel höherer Anzahl produziert werden, jedoch bei Frauen auch in niedriger Anzahl vorkommen.

Sollte der Haarausfall die Person nicht stören, so ist ein Eingriff nicht nötig. Für Personen, die auf der Suche nach einer Lösung sind, sollten grundsätzlich medizinisch anerkannte Verfahren in Betracht gezogen werden. Einige antiandrogenische Arzneimittel und Monoxidilbehandlungen können angewandt werden. Auf chirurgischer Ebene kann eine Haartransplantation gute Ergebnisse bringen.

Nicht-genetisch bedingter für Haarausfall bei Frauen

Für nicht-genetisch bedingten Haarausfall bei Frauen gibt es in der Medizin 2 Gründe; zum einen ist es die Anagen Effluvium, zum anderen die Telogen Effluvium. Beide dieser Gründe führen zu einem vorübergehenden Haarausfall und können medizinisch behandelt werden. Die Anagen Effluvium entwickelt sich durch Einnahme von Medikamenten bei z.B. einer Chemotherapie und führt vorübergehend bu einer Beeinträchtigung der Haarwurzeln. Bei Telogen Effluvium gelangen eine Mehrzahl von Haaren in der selben Periode in die Ruhephase und fallen aus. Die Einnahme höherer Dosen von Vitamin A, Kreislaufmedikamenten, Gichtmedikamente, Chemotherapiemedikamente, Antidepressiva, Blutgerinnungsmedikamente (die zu einer Minderung der Blutgerinnung führen) sowie Strahlen und Verbrennungen können ebenfalls zu Haarausfall führen.

Schwangerschaft, Geburt, die Phase vor und nach der Menopause, Anti-Babypillen u.ä. Hormonschwankungen können zur nicht-genetisch bedingtem Haarausfall führen. Der Haarausfall tritt 3 Monate nach der hormnbedingten Schwankung auf. Wieder nach 3 Monaten bilden sich jedoch neue Haare.

Vegetarische Ernährung, Gewichtsverlust innerhalb einer kurzen Zeit, chronische Unterernährung, Alkoholismus, Zink- und Eisenmangel können ebenfalls zu Haarverlust führen. Sobald sich die Ernährungsform wieder normalisiert, stoppt auch der Haarausfall.

Restliche Faktoren, die zu einem Haarausfall führen:

Bedeutende Operationen

Schwerwiegende Erkrankungen

Schilddrüsenhormene und Funktionsstörungen

Stres

Hoher Fieber

Hauterkrankungen an der Kopfhaut

Nebennierenerkrankungen oder Nebennierentumore

Polizystisches Over – Syndrom

Autoimmunerkrankungen

Systemische Erkrankungen wie Crohnerkrankungen, Lungenbeschwerden, Syphilis im Spätstadium, Lymphoproliferative Erkrankungen und inflamatuare Darmerkrankungen

Diabetes Mellitus

Haarkrankheiten, die Haarausfall hervorrufen können

Alopesia areata: Ein plötzlich auftretender, in der Regel auf einer kleinen, begrenzten Fläche vorkommender, sich selten ausbreitender vorübergehender Haarausfall. Die ausgefallenen Haare werden nach einer bestimmten Zeit wieder wachsen.

Alopesia totalis: Extremer Ausfall von Augenbrauen und Wimpern.

Alopesia universalis: Neben den Haaren ist der Verlust von sämtlichen Körperhaaren der Fall.

Traksiyon alopesia: Bei langfristiger fester Zusammenbindung der Haare, z.B. zu einem Pferdeschwanz oder Dutt etc. kann zu Haarausfall führen.

Tinea capitis: Pilzerkrankung auf der Kopfhaut.

Trichotillomani: Haarverlust, hervorgerufen durch Zerrung an den Haaren, bedingt durch eine psychische Erkrankung.