Was bewegt den Deutschen zur Kündigung?

Was bewegt den Deutschen zur Kündigung?

Unzufriedenheit im Job ist nicht unnormal - ganz im Gegenteil. Die meisten kennen die Situation aus ihrem Berufsleben, und haben sich schon häufiger überlegt, einfach zu kündigen ohne Rücksicht auf Verluste. Doch sind die tatsächlichen Gründe für Kündigungen meist nicht die offensichtlichen, und oft diskutierten - Mobbing, Bossing, Benachteiligung oder mangelndes Gehalt.

Einer Regus-Umfrage zufolge ist ein Hauptgrund weswegen wir kündigen würden die mangelhafte Kommunikation mit dem Management (48%), danach folgen fehlende Aufstiegschancen (43%) und zu viel Arbeit (32%). Erst danach folgen die unfreundlichen Kollegen (27%). Weitere Gründe für Unzufriedenheit sind fehlende Unterstützung (19%),  inkompetente Kollegen (17%) und Unverträglichkeit von Familie und Beruf.

Die Umfrage impliziert damit, das ‘pathologische’ Gründe für die Kündigung eher eine untergeordnete Rolle spielen. Auf der anderen Seite ergeben sich hieraus interessante Ansätze sowohl für den Arbeitgeber, als auch für den Arbeitnehmer.

Auf Arbeitgeberseite herrscht meist ein großes Unverständis über die Gründe der Unzufriedenheit von Mitarbeitern, bzw. sogar eine Art von Ignoranz dem Thema gegenüber. Statt ein Verständnis zu schaffen und z.B. durch Mitarbeiterumfragen, Ombudsmännern oder offenen Runden mit den Mitarbeitern, gehen viele den einfachen Weg - wegschauen. Dadurch gehen Werte verloren , die dem Unternehmen später fehlen - Kompetenz, Individualität der Mitarbeiter und detailliertes Firmenverständnis.

Auf der anderen Seite, können Arbeitnehmer aber auch ihre Zufriedenheit und damit ihre Karriere in die eigene Hand nehmen - zugegebener Weise ist dies in kleineren oder mittleren Unternehmwen leichter, als in multinationalen Unternehmen. Durch gezieltes Karrierecoaching vom Profi, können einige der oben genannten Unzufriedenheitsdgründe aktiv mit dem Unternehmen angegangen werden. Thematiken wie  Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Work-life Balance), Arbeitsorganisation und vor allem Kommunikation können mit einem guten Karriere Coach direkt und offensiv angegangen werden, bevor die Sackgasse erreicht ist, und es praktisch keinen Weg zurück gibt.

In der Zukunft wird sich dieser Ansatz immer mehr durchsetzen. Schon heute weist die Beratungs- und Coachingbranche große Zuwächse bei Privatpersonen aus, die versuchen ihre Karriere in die eigene Hand zu nehmen und sich einen ‘Wettbewerbsvorteil’ gegenüber den Mit-Angestellten zu verschaffen. War in der Vergangeheit ein Coaching eher dazu da, eine Problematik oder Schwäche zu verbessern, geht der Trend weiter dahin, Stärken noch weiter auszubauen und durch pro-aktive Herangehensweise die Karriere zu stärken. Dabei bleiben die in der Karriereberatung zu bearbeitenden Fragestellungen immer individuell und sollten auch so angegangen werden.